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das christliche Literaturblog

Die Pflichten der Eltern

Die Pflich­ten der Eltern

Mich begeis­tern vor allem alte Bücher. Vor weni­gen Wochen wurde so ein altes Buch von 1888 neu auf­ge­legt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug dar­auf vor­be­rei­ten und prä­gen las­sen :) .

Thema und Inhalt

Was kann man von einem Buch über Kin­der­er­zie­hung aus dem 18. Jahr­hun­dert erwar­ten? Ich war gespannt, und begann ziem­lich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre.

„Grund­re­geln bib­li­scher Erzie­hung“ als Unter­ti­tel gab mir Ori­en­tie­rung und ich stellte mich auf einige kurz gefasste Haupt­auf­ga­ben in der Erzie­hung ein.

Der Autor gibt 17 Grund­re­geln wei­ter, die er zu den Wich­tigs­ten zählt. Er lei­tet ein mit den Worten:

„Lehne meine Rat­schläge nicht ab, weil sie unge­schminkt und ein­fach sind. Ver­achte sie nicht, weil sie nichts Neues ent­hal­ten. Sei gewiss: Wenn du Kin­der für den Him­mel erzie­hen willst, soll­test du diese Rat­schläge nicht leicht­fer­tig über Bord wer­fen.“ S. 12

Ein Mann der kla­ren Worte. Trotz­dem hat man nicht den Ein­druck der Pau­scha­li­sie­rung und Ver­ein­fa­chung die­ses so anspruchs­vol­len Themas.

Die ers­ten vier Regeln betref­fen das „Wie“ in der Erzie­hung. Regeln fünf bis elf beschrei­ben den Inhalt des Leh­rens wie z.B. das Gebet, regel­mä­ßi­ger Got­tes­dienst­be­such oder das Nut­zen der Zeit. Zum Schluss geht Ryle wie­der auf sechs „Wie´s“ ein.

Immer wie­der betont er die Ver­ant­wor­tung der Eltern für die See­len der Kin­der. Bei allem was die Eltern tun, darf der Blick von der Seele des Kin­der nicht abschwei­fen. Er ver­gisst aber auch nicht, dass auch die beste Erzie­hung nicht zwangs­läu­fig zu got­tes­fürch­ti­gen Nach­fol­gern führt.

Aber genauso weiß ich, dass Gott bestimmte Maß­nah­men und Mit­tel ver­ord­net hat, und ich bin ganz sicher: Wenn du diese Mit­tel ver­nach­läs­sigst, dann ist es unwahr­schein­lich, dass deine Kin­der wohl gera­ten.“ S. 74

Form und Sprache

Die Spra­che gefällt mir gut. Der Text wurde bei der Über­set­zung nur leicht dem aktu­el­len Sprach­ge­brauch ange­passt. Ich war nach einer knap­pen Stunde durch… Der Gra­fik­stil des Covers passt zum Alter der Ver­fas­sung des Buches. Das helle Braun wirkt edel und passt für mei­nen Geschmack sehr schön zu so einem Buch.

Autor

Der Ver­lag zum Autor: Der begabte und beliebte Autor und Pre­di­ger John Charles Ryle (1816 – 1900) war angli­ka­ni­scher Bischof und Vater von fünf Kin­dern. John Charles Ryle gehört eher zu den unbe­kann­ten Auto­ren unter Chris­ten. In den letz­ten Jah­ren sind aber meh­rere sei­ner Bücher neu auf­ge­legt worden.

Wer­tung

Ich hatte zuerst ein wenig Beden­ken bei so einem alten Buch. Wird nicht immer wie­der der Ein­druck ver­mit­telt, dass Erzie­hung frü­her vor allem „herr­schen“ und „Macht­aus­übung“ bedeu­tete? In die­sem Buch fand ich alles andere als Bestä­ti­gung für diese Ansicht. Jede Grund­re­gel zeigte mir die Liebe und Kon­se­quenz, die der Autor wohl bei sei­nen Kin­dern hatte, und allen christ­li­chen Eltern empfiehlt.

Es ist vor allem ein Buch für Eltern, die nicht so gerne lesen. Wun­der­bar kurz und knapp geschrie­ben ist es als Ein­stieg in die Kin­der­er­zie­hung her­vor­ra­gend geeignet.

Daten

Titel: Die Pflich­ten der Eltern
Autor:
J.C. Ryle
Sei­ten: 77
Ein­band: Hard­vo­cer

For­mat: 11 cm x 17 cm
Ver­lag: Beta­nien
Jahr: 1. Auf­lage 2010
Preis: 4,90 EUR

erhält­lich bei: Beta­nien Verlag

Keine ähnli­che Bei­träge vorhanden.

Autor: alex

Christliche Literatur ist meine Leidenschaft. Meine Mission sehe ich deshalb in der Vorstellung von guten christlichen Medien. Gerne verweise ich auch auf interessante Neuigkeiten aus der christlichen Verlagswelt. Ich bin verheiratet und wohne mit meiner lieben Frau und unserem Sohn Theo im Rheinland.

5 Kommentare

  1. Ich kann das Buch auch allen Eltern emp­feh­len. Es ist sehr leicht zu lesen, kurz­wei­lig und moti­vie­rend. Nach dem Lesen des Buches über­nimmt man gern die Pflich­ten der Eltern.

    Danke für die Rezen­sion!
    eddi

    Ach ja, das Cover ist von Peter Voth, der auf http://www.theyoungreformer.de schreibt. Es gefällt mir auch sehr gut.

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  3. Pingback: Die Pflichten der Eltern | apologet

  4. Vie­len Dank für diese nütz­li­che Rezension..@eddi…danke für den Hin­weis zum Buchgestalter.…;-)

  5. Bitte, bitte! Mach wei­ter so!