Archive for Februar, 2010

Buch: Tom Barnado – Der Mann mit der Laterne

Der Mann mit der Laterne

Seitdem ich denken kann höre ich gerne Hörspiele. Es war immer etwas besonderes wenn wir zuhause eine neue Kassette hören konnten. Oft spielten wir als Geschwister Gesellschaftsspiele und hörten dabei spannende Kassetten.
An ein Hörspiel kann ich mich noch sehr gut erinnern. „Tom Barnado – Der Mann mit der Laterne“. Eine wahre Geschichte über ein Werkzeug Gottes, der sein Leben in den Dienst der Armen und Verstoßenen gestellt hat.
Vor einigen Monaten erblickte ich in meinem Bücherregal ein dickes, grünes Buch. Der Titel kam mir bekannt vor und ich begann zu lesen.


Thema und Inhalt

Das Buch beschreibt das Leben des „Vaters der Niemandskinder“ – Tom Barnado. So wird er von den Zeitgenossen Barnados benannt. Zu seiner Zeit herrscht eine extreme soziale Ungerechtigkeit und moralische Scheinheiligkeit in England und vor allem in London. Kinder werden unter schlimmsten Bedingungen in Fabriken ausgebeutet. Tausende von ihnen leben auf der Straße ohne Familie und Heimat. Das Leben der Unterschicht ist geprägt von Unmoral und Gesetzlosigkeit. Aber die meisten Menschen verschließen die Augen und kümmern sich nicht um die verlorenen Generationen.
1845 wird Tom Barnado geboren und bekehrt sich erst über Umwege zu Gott. Eines Tages begegnet er Jim. Einem der unzähligen Straßenjungen. Schnell stellt er die große Not fest und beginnt eine neue Heimat für die Kinder zu suchen. Das Werk beginnt klein und wächst sprunghaft an. Widerstand und Zustimmung der Bevölkerung wechseln sich ab. Am Ende seines Lebens hat er tausenden Kindern ein menschliches Leben möglich gemacht. Zu seinem Begräbnis kommen Zehntausende um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Form und Sprache

Ronner versteht es Fakten so aufzubereiten dass daraus ein flüssiger Text wird. Die Biografie ist wie eine Erzählung geschrieben und ist doch keine Dichtung.

Autor

Über Ernst Emil Ronner sind im Internet nicht viele Informationen zu finden. Er hat noch einige andere Bücher geschrieben die aktuell jedoch nur antiquarisch erhältlich sind. Hier einige Titel: Das Paradies am Bluetenfluss, Marie Durand – Das Leben einer Hugenottin, Friedemann Bach… Da die Bücher teilweise von 1933 sind, muss man davon ausgehen dass er nicht mehr lebt.

Wertung

Es hat mir große Freude gemacht dieses Buch zu lesen. Das Leben Tom Barnados motiviert zur Hingabe und Liebe zu den Unerreichten. Barnado war einer von denen, die die unglaublich große Not unter den Armen in London und England erkannten und dagegen vorgingen. Und vielleicht kann es für uns auch eine Hilfe sein, Gottes Aufgabe für uns zu erkennen.

Daten

Titel: Der Mann mit der Laterne
Autor: Emil Ernst Ronner
Seiten: 512
Einband: Hardcover
Format: 21 cm x 14 cm
Verlag: Evangelische Buchgemeinde Stuttgart
Jahr: 1955 (?)
Preis: diverse Euro

„Hier stehe ich. Gott helfe mir. Ich kann nicht anders“.

Aus meiner Recherche ueber das Leben Martin Luthers hier einige Worte des Reformators aus verschiedenen Quellen (Buecher/Webseiten):

When God wants to speak and deal with us, he does not avail himself of an angel but of parents, or the pastor, or of our neighbor.

Wenn Gott mit uns reden und handeln will, zeigt Er sich nicht als Engel sondern er spricht zu uns durch Eltern, Pastoren oder unseren Naechsten.

——

No man understands the Scriptures, unless he be acquainted with the cross.

Kein Mensch versteht die Schrift, es sei denn, er wird bekannt mit dem Kreuz.

——

Martin Luther was often very graphic in his description of the activities of the Devil. Asked one time how he overcame the Devil, he replied, “Well, when he comes knocking upon the door of my heart, and asks “Who lives here?” the dear Lord Jesus goes to the door and says, “Martin Luther used to live here but he has moved out. Now I live here.”

Martin Luther war oft sehr bildlich in seiner Beschreibung der Arbeit des Teufels. Als er einmal gefragt wurde, wie er dem Teufel widerstehen wuerde, antwortete er, “Mhh, wenn er an die Tuer meines Herzens klopft und fragt, ‘Wer lebt hier?’ geht der der teure Herr Jesus zur Tuer und antwortet: ‘Hier hat frueher Martin Luther gelebt aber er ist ausgezogen. Nun lebe Ich hier.’”

——

God creates out of nothing. Therefore, until a man is nothing God can make nothing out of him.

Gott erschafft aus dem Nichts. Daher kann Gott, bis der Mensch nichts ist, nicht Sein Werk mit ihm anfangen.

——

Jesus became the greatest liar, perjurer, thief, adulterer and murderer that mankind has ever known – not because he committed these sins but because he was actually made sin for us.

Jesus war der groesste Luegner, Eidbrecher, Dieb, Ehebrecher und Moerder den die Menschheit je gekannt hat – nicht weil Er suendigte, sondern weil Er fuer uns zur Suende gemacht wurde.

——

To have more, desire less.

Um mehr zu haben, begehre weniger! Leben ist mehr!

——

The devil seduces us at first by all the allurements of sin in order thereafter to plunge us into despair. He pampers up the flesh that he may by and by prostrate the spirit.

Der Teufel verfuehrt uns erst mit dem Reiz der Suende, um uns darauf hin in Verzweiflung zu stuerzen. Er verwoehnt das Fleisch, so dass der Geist mit der Zeit zu Fall kommt.

So wie der Meister (Randy Jaeggly)

Im Oktober ’09 hat Eduard (Blog-Gruender) mir (Eduard Klassen – Leser des Blogs) die Erlaubnis gegeben, auch zu bloggen.

“Wir leben in einer Kultur, die Toleranz zur hoechsten Tugend erhoben hat [...] Glaube ist subjektiv geworden, dass nur wenige Menschen heute den Mut haben, Christus als den einzigen Weg, die Wahrheit, und das Leben zu bekennen. ” So faengt das englisch-sprachige Buch “More Like the Master” von Randy Jaeggly an. Hier ein paar Auszuege:

Als Glaeubige muessen wir uns von allen humanistischen Sichtweisen ueber Gott distanzieren. Diese fehlerhaften Ideen ueber Gott sind um uns herum, sie duerfen aber nicht in unseren Herzen sein. Wir muessen Sein Wesen kennenlernen. Wir muessen unseren Herrn auf der Basis biblischer Erkenntnis lieben, sonst werden wir beginnen, unser Christenleben den verschiedene Weltanschauungen anzupassen.Wir koennen unseren Gott nicht lieben und vertrauen, wenn wir Ihn nicht kennen. Wenn wir nicht vorsichtig sind, wird unse Liebe zu Christus nicht auf dem Fundament der Erkenntnis gruenden.Der Satan ist nicht gegen Religioesitaetund Diskussionen ueber Gott. Die Welt wird un216093.jpgserer “geistliche” Einstellung applaudieren solange wir nicht biblisch geistlich sind. Wir muessen uns immer wieder erinnnern, was das Ebenbild Gottes in Realitaet ist, so wie ein junger Mann -getrennt von seiner Geliebten- taeglich lange mit hingerissener Aufmerksamkeit ihr einziges Bild betrachten wird. Die Bibel ist das einzige Bild des einen wahren Gottes.

Viele Christen finden in Roemer 8,28.29 Trost: “Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,[...] daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.” Die Phrase “gleich sein”ist aus dem griechischen Adjektive summorphos uebersetzt und erscheint nur noch ein einziges mal in Phil. 3,20.21 “Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des HERRN 21 welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, mit der er kann auch alle Dinge sich untertänig machen.”

Die meisten Familien haben einige Familienfotos an den Waenden ihrer Heime. Wuerde ein Fremder sich die Bilder anschauen, koennte er moeglicherweise das Familienmitglied erkennen, obwohl er es das erste mal gesehen hat. Das Bild ist nicht die tatsaechliche Person sonder nur ein Abbild das genug Aehnlichkeit mit der Person hat, dass die wahre Person angemessen representiert wird. Wenn wir dem Ebenbild Christi gleich werden, reflektiert unser Charakter unseren Heiland. Errettung ist deutlich mehr als Flucht vor der ewigen Strafe. Im weitesten Sinn ist sie Gottes Wirken gegen die Auswirkungen des Falls der Menschheit. Gottes Ziel in der Schoepfung ist, Menschen zu Seinem Ebenbild zu machen (1. Mose 1:26).

Titel: More Like the Master
Autor: Randy Jaeggli
Seiten: 281
Format: 21 cm x 14 cm
Verlag: Amassador International
Jahr: 2004
Preis: 25 Euro

Genau 24 Stunden pro Tag

Fast alle denken es, viele sagen es: „Ich habe keine Zeit.“
Dass diese Aussage so allein stehend nicht ganz korrekt ist, leuchtet schnell ein. Denn jeder verfügt über 24 Stunden am Tag. Ob es der Metzger um die Ecke ist, die Bundeskanzlerin oder ich selbst es bin. Streng genommen ist es eine Lüge. Aber wie kommt es dazu, dass wir mit unserer Zeit nicht mehr zurecht kommen? Was machen wir falsch? Dabei sollten wir unseren ersten Blick Jesus zuwenden. Wie ging Jesus mit seiner Zeit um? Viele Menschen bedrängten ihn. Das Volk lief ihm hinterher. Einige suchten Heilung von irdischen Leiden, andere den Weg zu Gott, noch andere einen Grund zur Anklage und Verhaftung. Jesus hatte viel zu tun und hätte noch viel mehr tun können. Jesus hätte sich 24 Stunden am Tag um das Volk kümmern können. Aber er tat es nicht. Hatte er zu wenig getan?

Das Buch „Lügen, die wir Frauen glauben“ von Nancy Leigh DeMoss gab mir den entscheidenden Gedanken der sich bei mir seitdem festgesetzt hat. Jesus selbst spricht diesen aus: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll.“ (Johannes 17,4) Durch das Gespräch mit seinem Vater im Gebet wusste Jesus, was der Wille Gottes für sein irdisches Leben war. Er tat nur das, was Gottes Wille für ihn war. Nicht mehr und nicht weniger.
Für mich war diese Erkenntnis mehr wert als die vielen Bücher die ich über Zeitmanagement gelesen habe. Natürlich möchte Gott, dass wir auch unseren Verstand gebrauchen.
Ich möchte vier Punkte nennen, die bestimmt nicht vollständig sind, aber doch eine gute Hilfe bieten, um mit der Zeit besser aus zukommen.

    Gebet um Führung – Ich möchte meine Zeit nicht mit Dingen füllen, die Gott von mir gar nicht möchte. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was Gottes Plan für mich ist.
    Prioritäten setzen – Was ist das wirklich Wichtige in meinem Leben allgemein, in meiner täglichen Arbeit? Immer das Wichtige vor dem Dringenden.
    Auswahl treffen – Muss ich wirklich 15 verschiedene Newsletter und 10 christliche Zeitschriften beziehen? Muss ich jedes angefangene, aber wenig nütze Buch, zu Ende lesen?
    Aufgaben verteilen – Es kann eine Art von Egoismus sein alles machen zu wollen. Besser ist es Aufgaben an andere, vielleicht jüngere Mitarbeiter zu übertragen. Das entlastet mich und hilft anderen ihre Aufgaben zu entdecken.