Category : Rezension

Was morgen zählt…

Was morgen zählt…

In meiner Bibliothek stehen viele für mich noch unbekannte Bücher und ich taste mich nach und nach immer weiter vor. Manche Bücher gefallen mir von der ersten Seite. Durch andere fühle ich mich gequält und so belasse ich es beim Querlesen. Aber auch diese Bücher möchte ich hier kurz vorstellen. Und vielleicht kann sich dadurch jemand das selber lesen ersparen ;) .

Thema und Inhalt

Es gibt sehr viele Bücher zum Thema Christ und Geld. Dieses Buch konzentriert sich im Wesentlichen auf die Beziehung von Christ und Wirtschaft.

„Was morgen zählt…“ ist die schriftliche Veröffentlichung der Referate des Deutschland-Kongresses „Christen in der Wirtschaft-VCK e.V.“. Enthalten sind Beiträge von vielen Autoren zu Themenbereichen wie „Virtuelle Gesellschaft“, „Virtuelle Unternehmen“, „Herausforderung Zukunft“, „Analysen, Standpunkte und Perspektiven“usw. Besonders unter dem zuletzt genannten Bereich sind mehrere interessante Artikel zu finden. „Lebensplanung – aber wie?“, „Sich Gutes tun – Gesundheit und Sport“, „Partnerschaftlich führen – Führen im Wandel der Zeit“, „Der Umgang mit Konflikten“usw.

Form und Sprache

Da es ein Buch zu einem bestimmten Fachbereich ist kann auf Fachwörter nicht verzichtet werden. Aber trotz der teilweise sehr anspruchsvollen Themen ist der Inhalt meist gut zu verstehen.

Autor

M.L. Landmesser und J. Sczepan sind die Vorsitzenden von Christen in der Wirtschaft.

Wertung

Das Buch ist für (christliche) Selbstständige und „Macher“ geschrieben. Mit vielen Informationen konnte ich wenig anfangen. Andererseits gab es einige wertvolle Gedanken die ich mir gemerkt habe. Für Christen in der Selbstständigkeit ein sicher lesenswertes Buch. Für die meisten aber eher überflüssig.

Daten

Titel: Was morgen zählt…
Autor:
M.L. Landmesser, J. Sczepan
Seiten: 234
Einband: Taschenbuch

Format:
Verlag: SCM Hänssler
Jahr: 1996
Preis:

erhältlich bei: antiquarisch

Gefunden: Gottes Wille – John F. MacArthur

Gefunden: Gottes Wille

Schon wieder ein Buch von MacArthur. Doch diesmal ist es eine Neuauflage. Und außerdem nur 64 Seiten. Dann ist es ja ok.

Eifern und hadern wie nicht manchmal mit Gott, weil wir seinen Willen einfach nicht erkennen? Wir schauen wehmütig zu Mose und Gideon zurück und wünschen uns ihre Zeichen. Wäre das alles nicht viel leichter? Ob Beruf, Heirat, Dienst in der Gemeinde, ständig müssen wir kleinere oder größere Entscheidungen treffen und versuchen es auf vielen Wegen. Ich muss mich auch dazu bekennen, dass Schwierigkeiten habe, Gottes Willen deutlich zu erkennen. Also ist dieses Buch sehr passend für mich…

Thema und Inhalt

Der Buchdeckel zeigt deutlich wo es lang geht:

“Herr, wenn sie sich mit mir auf diese Bank setzt, dann soll das dein Zeichen sein, dass du willst, dass ich sie heirate!” Die Bank war frisch gestrichen, die Ehe kam nicht zustande. Mancher Chrit, der nach Gottes Willen sucht, könnte genauso gut sein Horoskop lesen. Geht es nicht auch anders? und was ist das überhaupt – Gottes Wille?”

Das Buch besteht aus fünf Kapiteln. MacArthur beginnt mit Mut machenden Worten:

“Es gibt viele Bücher, Broschüren und Predigten über dieses Problem, aber manchmal scheinen trotz des eifrigsten Suchens die Antworten einfach nicht kommen zu wollen. Es ist mein Gebet, dass dieses kleine Buch Ihnen ein paar ganz praktische Hilfen und frische Anstöße geben wird.” S. 7

Doch wagt MacArthur es, große Erwartungen zu erzeugen:

“Kann ich wissen, was für einen Beruf ich erlernen, welche Schule ich besuchen, welchen Menschen ich heiraten, wie ich mich in einer bestimmten Situation entscheiden soll? JA. Sie brauchen sich nicht länger zu quälen. Der Kampf ist fast gewonnen, die Suche fast vorbei. (…) Achtung: Was Sie gleich lesen werden, könnte Ihr Leben verändern!” S. 9

Beim Lesen der Seiten fällt aber immer stärker auf. Es ist kein Buch mit der ultimativen Formel um Gottes Willen zu erkennen. Es gibt keinen bisher unbekannter Weg, der endlich aufgezeigt wird, und alles Fragen nach dem Willen Gottes beendet.

Aber es werden einige Prinzipien genannt.

Es ist Gottes Wille, das wir gerettet, vom Geist erfüllt und geheiligt werden, dass wir uns unterordnen und dass wir leiden. Daran lässt Gottes Wort keinen Zweifel. Lesen Sie nicht weiter, bevor Sie nicht diese fünf Prinzipien begriffen haben.“ S. 53

Und das ist nicht das Ende. Wenn wir diese fünf Dinge tun, dann sollen wir tun „was wir wollen“. MacArthur meint, wenn wir diese Prinzipien beachten, dann wird unsere Ausrichtung dem Willen Gottes entsprechen und ein Leben nach dem Willen Gottes ist möglich.

Form und Sprache

Das Buch ist in erster Linie fürJugendliche und junge Erwachsene geschrieben. Das vermittelt zumindest das Cover, die teils “flapsige” Sprache und die Beispiele die im Buch (und Buchdeckel) vorkommen. Es ist einfach geschrieben und somit auch für den größten Lesemuffel machbar.

Autor

John MacArthur, Pastor der Grace Comunity Church in Sun Valley, Kalifornien, Autor, und vielgehörter Gastredner ist vielen Christen bekannt. Besonders die Schlachter Studienbibel mit Kommentaren von John MacArthur hat ihn sehr bekannt gemacht. Kaum ein Autor ist schriftstellerisch so produktiv wie er.

Wertung

Ein Buch ohne Geheimformel. Ohne Zeichen und Stimmen von oben. Und doch bin ich gewiss, dass es bei konsequenter Umsetzung entscheidend weiterhelfen kann: Bei nüchterner Befolgung des für alle erkennbaren Willens in der Bibel. Ein kurzes, aber völlig ausreichendes Buch zum Thema „Gottes Willen erkennen“.

Daten

Titel: Gefunden: Gottes Wille
Autor:
John F. MacArthur
Seiten: 64
Einband: Paperback

Format: 11 cm x 18 cm
Verlag: CLV
Jahr: 1. Auflage 2010
Preis: 1,90 EUR

erhältlich bei: CLV

Die Pflichten der Eltern

Die Pflichten der Eltern

Mich begeistern vor allem alte Bücher. Vor wenigen Wochen wurde so ein altes Buch von 1888 neu aufgelegt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug darauf vorbereiten und prägen lassen :) .

Thema und Inhalt

Was kann man von einem Buch über Kindererziehung aus dem 18. Jahrhundert erwarten? Ich war gespannt, und begann ziemlich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre.

“Grundregeln biblischer Erziehung” als Untertitel gab mir Orientierung und ich stellte mich auf einige kurz gefasste Hauptaufgaben in der Erziehung ein.

Der Autor gibt 17 Grundregeln weiter, die er zu den Wichtigsten zählt. Er leitet ein mit den Worten:

“Lehne meine Ratschläge nicht ab, weil sie ungeschminkt und einfach sind. Verachte sie nicht, weil sie nichts Neues enthalten. Sei gewiss: Wenn du Kinder für den Himmel erziehen willst, solltest du diese Ratschläge nicht leichtfertig über Bord werfen.” S. 12

Ein Mann der klaren Worte. Trotzdem hat man nicht den Eindruck der Pauschalisierung und Vereinfachung dieses so anspruchsvollen Themas.

Die ersten vier Regeln betreffen das “Wie” in der Erziehung. Regeln fünf bis elf beschreiben den Inhalt des Lehrens wie z.B. das Gebet, regelmäßiger Gottesdienstbesuch oder das Nutzen der Zeit. Zum Schluss geht Ryle wieder auf sechs „Wie´s“ ein.

Immer wieder betont er die Verantwortung der Eltern für die Seelen der Kinder. Bei allem was die Eltern tun, darf der Blick von der Seele des Kinder nicht abschweifen. Er vergisst aber auch nicht, dass auch die beste Erziehung nicht zwangsläufig zu gottesfürchtigen Nachfolgern führt.

Aber genauso weiß ich, dass Gott bestimmte Maßnahmen und Mittel verordnet hat, und ich bin ganz sicher: Wenn du diese Mittel vernachlässigst, dann ist es unwahrscheinlich, dass deine Kinder wohl geraten.“ S. 74

Form und Sprache

Die Sprache gefällt mir gut. Der Text wurde bei der Übersetzung nur leicht dem aktuellen Sprachgebrauch angepasst. Ich war nach einer knappen Stunde durch… Der Grafikstil des Covers passt zum Alter der Verfassung des Buches. Das helle Braun wirkt edel und passt für meinen Geschmack sehr schön zu so einem Buch.

Autor

Der Verlag zum Autor: Der begabte und beliebte Autor und Prediger John Charles Ryle (1816 – 1900) war anglikanischer Bischof und Vater von fünf Kindern. John Charles Ryle gehört eher zu den unbekannten Autoren unter Christen. In den letzten Jahren sind aber mehrere seiner Bücher neu aufgelegt worden.

Wertung

Ich hatte zuerst ein wenig Bedenken bei so einem alten Buch. Wird nicht immer wieder der Eindruck vermittelt, dass Erziehung früher vor allem “herrschen” und “Machtausübung” bedeutete? In diesem Buch fand ich alles andere als Bestätigung für diese Ansicht. Jede Grundregel zeigte mir die Liebe und Konsequenz, die der Autor wohl bei seinen Kindern hatte, und allen christlichen Eltern empfiehlt.

Es ist vor allem ein Buch für Eltern, die nicht so gerne lesen. Wunderbar kurz und knapp geschrieben ist es als Einstieg in die Kindererziehung hervorragend geeignet.

Daten

Titel: Die Pflichten der Eltern
Autor:
J.C. Ryle
Seiten: 77
Einband: Hardvocer

Format: 11 cm x 17 cm
Verlag: Betanien
Jahr: 1. Auflage 2010
Preis: 4,90 EUR

erhältlich bei: Betanien Verlag

Auf der Suche nach Erweckung

1909 wurde die „Berliner Erklärung“ verabschiedet. 56 Verantwortliche aus der Gemeinschaftsbewegung unterzeichneten eine Schrift, die die Pfingstbewegung als „von unten“ beschreibt. Dies führte zu einer tiefen Trennung die viele Jahrzehnte bestand. 100 Jahre nach dieser Erklärung wurde am 18. Januar eine neue „Erklärung“ verfasst. Diesmal jedoch eine gemeinsame zwischen Gemeinschaftsbewegung (Gnadau) und Pfingsbewegung (Mühlheim). Im Klartext wurde die „Berliner Erklärung“ für hinfällig erklärt und beerdigt.

Thema und Inhalt

Das Buch beginnt mit der „Berliner Erklärung“. Direkt im Anschluss beginnt der Geschichtsunterricht. Was ist der geistliche Hintergrund der Christen in Deutschland bis zur Reformation? Dann springt der Autor zum Beginn des Pietismus im 17. Jahrhundert. Die Zeit vor der Erweckungsbewegung ist geprägt von geistlichem Niedergang. Dies führt zur Entstehung der Erweckungsbewegung.

Die Menschen fragen nach Gott und wollen erfülltes, geheiligtes Leben führen. Durch viele verschiedene Quellen gespeist entwickelt sich in Deutschland die Heiligungsbewegung. Im Gnadauer Verband sammeln sich die innerkirchlich-pietistischen Christen. Durch die Lehre der Geistestaufe verursacht wächst eine Krise heran. In den USA entsteht die Pfingstbewegung und es kommt zu ersten Pfingstversammlungen in Deutschland. Bei einer Veranstaltungsreihe in Kassel herrschen tumultartige Zustände. Die Veranstalung muss durch Polizei aufgelöst werden.

Erste nüchterne Stimmen werden laut und Versuche scheitern, die Einheit der Gemeinschaftsbewegung aufrechtzuerhalten. Der General Georg von Viebahn stellt in dieser Zeit die entscheidende Frage. „Dürfen wir es länger mit ansehen, dass immer mehr Geschwister in die unheilvolle Bewegung gezogen werden?“

Dies führt bald zur Berliner Erklärung und somit zur dauerhaften Spaltung innerhalb der Gemeinschaftsbewegung. Zum Schluss geht Wagner auf die Entwicklung in der frühen Geschichte ein. Die deutschen Evangelikalen rücken zum großen Teil von der „Berliner Erklärung“ ab.

Form und Sprache

Obwohl nüchtern und sachlich geschrieben entsteht keine Müdigkeit beim Lesen. Viele Anmerkungen in der Fußzeile geben Hilfestellung zum Verständnis des Inhalts.

Autor

Rainer Wagner hat in seiner Jugend 15 Jahre eine politische Haftstrafe in der DDR verbüßen müssen. In den letzten Jahren schrieb er einige Bücher über Kirchengeschichte, Gemeindebibelschule und Fehlentwicklungen in der der evangelikalen Bewegung. Einige Bespiele: Alle in einem Boot, CLV 1999; Praxisbuch Kurzbibelschule, VTR 2005; Gemeinde Jesu zwischen Spaltungen und Ökumene, Vfre 2002.

Wertung

Mit viel Sachlichkeit und Nüchternheit geht Rainer Wagner an dieses schwierige Thema

heran. So wie der Untertitel es beschreibt „Geistlichen Entwicklungen verstehen – 100 Jahre Berliner Erklärung“ (1909 – 2009), geht er ausführlich auf die Geschichte vor und nach der Erklärung ein. Er wartet lange mit deutlichen Wertungen. Erst ganz zum Schluss spricht er sich für einen „liebevollen, aber nüchternen“ Umgang mit Pfingstlern und Charismatikern aus.

Daten

Titel: Auf der Suche nach Erweckung
Autor:
Rainer Wagner
Seiten: 164
Einband: Taschenbuch

Format: 18 cm x 11 cm
Verlag: CV Dillenburg
Jahr: 2009
Preis: 7,90 Euro

erhältlich bei: cbuch.de

Das Tal der fliegenden Steine

Das Tal der fliegenden Steine

Thema und Inhalt

Peter Dunning und sein Freund Bill Adams sind Schüler am Melbourne-Gymnasium. Besonders Peter bekommt durch sein konsequentes Christsein Widerstand aber auch Bewunderung zu spüren. Nach der Schule studiert Bill Medizin und Peter geht auf eine Bibelschule um als Missionar nach Afrika gehen zu können.

In Afrika arbeitet er weit abgelegen von jeglicher „Zivilisation“ unter Ureinwohnern. Er findet Freunde die ihn unterstützen, aber auch Feinde die ihm den Tod wünschen. Sein treuer Partner Baru ist ihm eine große Hilfe um die Zusammhänge der oft dunklen Geschichte Afrikas zu verstehen. Als die größten Feinde entpuppen sich mehr und mehr die „Leopardenmänner“.

Die „Leopardenmänner“ bestehen aus einer Gruppe von Alten die die alten Riten und Kulte wieder aufleben lassen wollen. Menschen werden durch eine eiserne Löwenkralle schrecklich verunstaltet und es kommt zu Todesopfern. Als die Lage mehr und mehr zu eskalieren scheint, versucht Peter Hilfe beim Distriktoffizier zu finden.

Zur gleichen Zeit macht sich Bill als ausgebildetet Arzt mit „Prof“, ihrem alten Chemielehrer, nach Afrika auf. Sie kommen gerade rechtzeitig um Bill vor der Hinrichtung durch die Leopardenmänner zu bewahren…

Form und Sprache

Der Text ist ein wenig altertümlich geschrieben. Das liegt wahrscheinlich daran dass das Buch nach der Originalausgabe 1951 zwanzig Jahre später übersetzt wurde. Damals erschien es im Verlag Hermann Schulte in Wetzlar (heute Gerth Medien). Das Cover mit den schwebenden Steinen ist nicht besonders schön umgesetzt. Also wenig „fürs Auge“.

Autor

Douglas C. Percy hat weitere Bücher über Mission geschrieben die aber alle nur in englischer Sprache verfügbar sind.

Wertung

Es hat mir Freude gemacht dieses Buch zu lesen. Spannung und Inhalt sind vorhanden. Auch wenn die Geschichte nur Erfindung ist, so ist das Buch doch erbaulich. Ich habe Ermutigung zur Hingabe gefunden und kann das Buch sehr gerne empfehlen.

Daten

Titel: Das Tal der schwebenden Steine
Autor:
Douglas C. Percy
Seiten: 128
Einband: Taschenbuch

Format: 13,5 x 20,5 cm
Verlag: Christlicher Missions-Verlag (CMV)
Jahr: 1. Auflage , Januar 2006
Preis: Sonderangebot 2,50 €

erhältlich bei: cmv-shop.de/index.php

Christy

Christy – Die Geschichte einer jungen Frau

Thema und Inhalt

Es geht um Christy. Eine junge, verwöhnte Dame aus gutem Hause. Sie lebt in Ashville im Bundesstaat Ohio der USA. Durch einen Wanderprediger angeregt entscheidet sie sich zu den Bergbewohnern der Appalachen zu gehen. Es ist weniger die Hingabe an die Menschen die sie dazu treibt. Die verborgene Sehnsucht, sich von zuhause zu lösen und Abenteuer zu erleben führt sie nach Cutter Gap. Ein kleines Dorf welches aus wenigen Blockhütten besteht. Ihre Arbeit beginnt stolpernd. Sie gewöhnt sich nur schwer an das Leben in den Bergen. Ein bibelkritischer Pastor dient den Menschen ebenfalls. Nach und nach entstehen Kontakte zwischen Christy und den Bergbewohnern. Das Leben der Einheimischen ist bestimmt von Familienfehden, Krankheit, Aberglauben und religiöser Tradition. Nur mit sehr viel Mühe gelingt es ihr in Zusammenarbeit mit der Quäker-Missionarin Alice Hendersons und dem Atheisten und Arzt Dr. Neil MacNeill kleine Erfolge zu gewinnen. Während der Zeit in Cutter Gap entsteht eine Art Romanze zwischen dem jungen Pastor David und Christy. Auch der Arzt scheint an ihr interessiert zu sein. Die Geschichte endet mit der Genesung Christys nach einer schweren Thypus-Erkrankung. Als Folge der Genesung findet Neil MacNeill zum Glauben.

Form und Sprache

Durch die vielen Namen ist es manchmal schwierig die Personen richtig einzuordnen. Dazu scheinen einige Handlungsstänge keinen Abschluss zu finden. Der Text ist oft zäh und schier „langweilig“

Autor

Catherine Marshall (27 September 1914 – 18. März 1983) war US-amerikanische Autorin von Sachbüchern und Erzählungen. Sie hat über 30 Bücher mit einer Gesamtauflage von über 16 Millionen Exemplaren herausgegeben.

Wertung

Das Buch wurde schon oft neu aufgelegt. Deshalb bin ich interessiert an das Buch heran gegangen. Leider haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt. Es fiel mir nicht leicht „Christy“ zu Ende zu lesen. Kurz gesagt: Ich kann das Buch nicht empfehlen.

Daten

Titel: Christy
Autor:
Catherine Marshall
Seiten: 450
Einband: Hardcover

Format: 20,4 x 13,8 x 4 cm
Verlag: SCM Collection
Jahr: 1998
Preis: antiquarisch

5 Geschwister – Kindheitserinnerungen

Wer kennt sie nicht, die 5 Geschwister die schon mehrere Kinder-Generationen durchlaufen haben. Unzählige Male haben wir sie gehört und viele von uns gelesen. Spannend waren sie sowieso und manchmal auch lehrreich. Zehn Folgen zählt die Serie dessen Autor Dieter B. Kabus 1993 bei einem Autounfall ums Leben kam.

Obwohl ich, und sicherlich auch einige von uns ehemaligen 5 Geschwister-Hörern, die Kassetten kaum noch bewusst hören, hatte ich immer wieder den flüchtigen Gedanken, Kontakt zu den „5 Geschwistern“ aufzunehmen. Durch Recherche fand ich heraus, dass Esther, also ein Mitglied der fünf, mit Jesko Brudermann verheiratet ist. Per Mail schrieb ich sie an und kam an einige interessante Informationen…

Die 5 Geschwister aus den Geschichten heißen auch wirklich Marianne, Petra, Hans-Georg, Esther und Alexander. Allerdings wuchsen sie in einer Patchwork-Familie, also einer zusammengestellten Familie auf. Kabus studierte evangelische Theologie und heiratete 1986 Gerda Neidig, die jedoch bereits 1975 verstarb und Kabus mit der Tochter Marianne zurückließ. 1977 heiratete er Mary Moek, die vier Kinder mit in die Ehe brachte.

Der Vater Dieter B. Kabus hatte seine Kinder mit ihren Charakteren, Neigungen, Begabungen und Interessen als Vorbilder genommen um sie in der fiktiven Bücherwelt agieren zu lassen. Er vermisste spannende Unterhaltung für junge Menschen die mit der Vermittlung von christlichen Werten verbunden waren. Aus diesem Grund verfasste er die zehn Bände um die 5 Geschwister.

Kein Zufall ist, dass beinahe jede der Folgen die Stadt Heidelberg in höchsten Tönen gelobt wird. 11 Jahre lang lebte Kabus in einer kleinen Dorfpfarrei in der Nähe von Heidelberg.

Die 5 Geschwister haben in ihrer Kindheit die Burgen im Neckartal an vielen Wochenenden mit der Dogge Ostara erforscht und sogar einen kleinen Münzschatz in einer kleinen Dorfkirche gefunden. Auf den Kassetten sprachen jedoch andere Kinder. Esther Brudermann lies uns wissen, dass sie die Kassetten nicht einmal mochten und sie auch nicht gehört haben.

Susannah Spurgeon – Die Frau an der Seite des Predigerfürsten

Susannah Spurgeon

Das Leben Charles Haddon Spurgeon ist vielen bekannt. Viele seine Predigten sind heute noch erhältlich und werden immer wieder neu aufgelegt. Er gilt als Fürst unter den Predigern.

Eher unbekannt ist die Frau an seiner Seite: Susannah Spurgeon.

Thema und Inhalt

Am 15.01.1832 wird Susannah Thompson geboren. Es ist eine fromme Familie und ein Freundeskreis von ernsten Gläubigen die sie in ihrer Jugend prägen. Sie bekehrt sich, aber es mangelt an Gleichgesinnten und nützliche, christliche Beschäftigung. Ihre erste Begegnung mit Spurgeon ist von allem anderen als Zuneigung geprägt. Doch es dauerte nicht lange bis seine ernsten Predigten sie wachrütteln und sie merkt, dass ihr fruchtloses Leben nicht richtig ist.

Mit einem kurzen Satz (der wohl eine Liebeserklärung bedeuten sollte) bringt Charles Haddon Spurgeon Susannah aus dem Gleichgewicht und ihre Gefühle zu ihm erwachen. Aus ihrer Ehe gehen Zwillinge hervor. Charles und Thomas Spurgeon. Im Jahre 1865 wird Susannah chronisch krank und ist oft an das Bett gebunden. In dieser Zeit stellt sie den großen Mangel an guter Predigerliteratur fest und beginnt dagegen vorzugehen. Trotz der Einschränkung gelingt es ihr einen Buchfonds zu gründen und über 25 Jahre lang zu führen. Auch ein Hilfsfond richtet sie ein und versorgt nun Arme Pastoren und Prediger mit Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs. Das Buch gibt auch einen Einblick in das Leben als Frau eines viel beschäftigten Dieners. Charles Haddon Spurgeon stirbt 1892, 11 Jahre vor Susannah. Doch auch jetzt gibt sie nicht auf und verschickt tausende Bücher und Waren an Bedürftige. Susannah Spurgeon stirbt am 22.10.1903.

Form und Sprache

Das Buch ist eine leicht überarbeitete Neuauflage von 1905. Oft kommen Charles und Susannah Spurgeon selber zu Wort. Aufgrund des Alters ist die Sprache nicht immer glatt und flüssig.

Autor

Im deutschsprachigen Raum scheint es keine weiteren Bücher von Charles Ray zu geben.

Wertung

Es gibt nicht viele Biografien über die Frauen bekannter Christen. Mich hat es interessiert wie das Leben einer Frau neben einem Mann wie Spurgeon verlaufen kann. Wie geht eine gottesfürchtige Frau damit um, wenn der Mann durch den Dienst oft nicht zuhause ist? Das Buch beantwortet diese und viele andere Fragen und ist somit eine gute Hilfe – nicht nur für Frauen.

Daten

Titel: Susannah Spurgeon – Die Frau an der Seite des Predigerfürsten
Autor:
Charles Ray
Seiten: 126
Einband: Hardcover

Format: 19 cm x 12 cm
Verlag: Betanien Verlag
Jahr: 1. Auflage 2009
Preis: 7,90 Euro

Geborgen in Ihm (Richard Sibbes)

Gerne wünscht man es sich als Christ, in allen Lebenslagen stark zu sein und auch dann nicht einzuknicken, wenn wirklich alles schief läuft. Andererseits begegnet man immer wieder Christen, die mutlos, enttäuscht und manchmal sogar frustriert die Hoffnung aufzugeben scheinen, weil sie kraftlos geworden sind. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: eigenes Verschulden und eigene Sünde, Enttäuschung, Krankeheiten, Burn-Out oder Depressionen. Wo findet man in solchen Situationen für sich selbst und für Andere Hilfe, die wirksam aus der Not führt?


Richard Sibbes hatte wohl solche Situationen vor Augen, als er das Buch “Geborgen in ihm” schrieb. Der englische Titel “The Bruised Reed” (Das geknickte Rohr) verrät mehr über den Inhalt, vorausgesetzt man erkennt in dem Titel ein Bibelzitat. Denn es geht in diesem Buch tatsächlich im Wesentlichen nur um den einen Vers aus Matthäus 12,20 (zitiert aus Jes 42,3): “Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführe zum Sieg.” Der erste Gedanke, der mir kam, als ich erfuhr, dass das gesamte Buch eine Auslegung nur eines Verses ist, war: Wird das nicht etwas langwierig knapp 150 Seiten nur über das Gleiche zu lesen? Kann man denn zu diesem Satz wirklich so viel schreiben? Gleichzeitig kamen mir andere Bücher von Puritanern und anderen begnadeten Autoren und gesegneten Männern in den Sinn, die eine ähnliche Strategie hatten, und von deren Büchern ich sehr gesegnet wurde. Also las ich gespannt weiter. Wie es mir dabei erging, erfährst du zum Schluss. Zunächst etwas zum Inhalt.

Das Buch besteht aus insgesamt 16 Kapiteln mit folgendem roten Faden:

Kap 1-2: Auslegung und Anwendung von “Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen…”

Kap 3-4 Auslegung und Anwendung von “… und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen…”

Kap 5-10 Seelsorgerliche Ratschläge und praktische Anwendung des Verses sowohl für den Betroffenen als auch für den Seelsorger

Kap 11-16: Auslegung und Anwendung von “… bis er das Recht hinausführe zum Sieg.”

Sibbes schreibt, dass es zwei Möglichkeiten gibt ein gekicktes Rohr oder ein glimmender Docht zu sein. Wir sollten uns das entweder als einen Zustand vorstellen, “in welchen Gott uns bringt, oder als eine von uns zu erfüllende Pflicht” (S. 37). Es ist auf gar keinen Fall ein Zustand, in dem wir unsere Schwachheit entschuldigen oder unsere Christenpflichten bewusst vernachlässigen. Vielmehr sollte uns in diesem Zustand die Sünde verhasster werden und gleichzeitig sollten wir an der Wahrheit festhalten, “dass es in Christus mehr Gnade gibt als es in uns Sünde gibt” (S. 38). Denn “Petrus verleugnete ihn, doch er verleugnete Petrus nicht” (S. 45).

Kapitel 5 ist besonders wertvoll für Seelsorger aber auch für jeden Christen, der die Verantwortung in der Gemeinde wahrnimmt, und bekümmerten und schwachen Christen helfen möchte.

Zum Schluss möchte ich einige Zitate aus den letzten sechs Kapiteln weitergeben. Beim Lesen seiner Ausführungen über den letzten Teil von Mt 12,20 “… bis er das Recht hinausführe zum Sieg“, wurde ich in besonderer Weise gesegnet. Sibbes schreibt sowohl ermutigend und aufbauend als auch herausfordernd und überführend. Mir wurde erneut bewusst, dass Christus nicht nur unser Retter ist, sondern dass wir nur dann glücklich leben können, wenn wir uns ihm als Herrscher unterstellen und ihm in Allem gehorsam sind. Christus möchte in uns “eine absolute Herrschaft” errichten, “die sich gegen alle Verderbtheit durchsetzt” (S. 103).

Weitere Zitate:

“Wenn das Recht Christi in unserer Erkenntnis verankert und folglich durch den Geist Christi in unsere Herzen gebracht worden ist, dann ist es an seinem rechtmäßigen Ort und Thron.” (S. 114)

“Christus als der neue Eroberer ändert die Grundgesetze des alten Adams und errichtet seine eigene Herrschaft.” (S. 115).

“Das Werk Christi in der Kirche und auch in den Herzen der Christen verläuft oft rückwärts, damit es dann umso besser vorwärts geht.” (S. 120)

“Denn was das Herz am meisten mag, das lernt der Verstand am liebsten.” (S. 126)

“Wenn wir nachlässig mit unserer Seele werden, wird Gott unseren Geschmack an den richtigen Dingen durch heftige Leider wiederherstellen. So wurden David, Salomo und Simson wieder zurechtgebracht. Es ist weitaus leichter, den Geschmack an richtigen Dingen beizubehalten als diesen wiederherzustellen.” (S. 129)

“Niemand verachtet menschliche Autorität, sofern er nicht zuerst göttliche Autorität verachtet.” (S. 130)

“Für Satan muss es eine Qual sein, dass ihn ein schwaches Kind, eine Frau, ein gebrechlicher alter Mann durch den Geist des Glaubens in die Flucht schlägt.” (S. 146)

Ich hoffe, dass ich mit diesen Zitaten Interesse für das Buch wecken konnte. Ich habe drei Anläufe gebraucht, um das Buch vollständig durchzulesen. So habe ich die ersten vier Kapitel insgesamt drei Mal gelesen und sehr lieb gewonnen. Die Hürde ab Kapitel 5 habe ich erst nach dem dritten Anlauf genommen. Es kann an mir gelegen haben, dass ich zu wenig Ehrgeiz und Motivation hatte. Es kann aber auch am Inhalt gelegen haben. Ab Kapitel 11 ging es dann interessanterweise sehr zügig und ich fand es schade, dass ich mit dem Buch dann auch schon bald zu Ende war. Wenn es dir ähnlich wie mir ergehen wird, springe einfach zu Kapitel 11 und du wirst das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollen.

Titel: Geborgen in Ihm
Autor:
Richard Sibbes
Seiten: 155
Format: 21 cm x 14 cm
Verlag: 3L Verlag
Jahr: 2007
Preis: 10,20 Euro

Der Heilige Geist

Der Heilige Geist – Gaben, Werk, Wirkungen
Autor: Benedikt Peters
Verlag: Betanien Verlag
Seiten: 157
Preis: 7,50 Euro
Download: http://www.betanien.de/Material/DerHeiligeGeist.pdf

Schwerpunkt dieses Buches sind die Gaben des Heiligen Geistes. Der Autor geht auf viele Bibelstellen ein, zeigt Zusammenhänge auf und bietet ein Kompendium zu diesem umfangreichen, kontroversen und oft vernachlässigtem Thema. Besonders wertvoll finde ich den Anhang 1 über das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes im Johannesevangelium.

Der heilige Geist

Autor: Arthur W. Pink
Verlag: RVB
Seiten: 286
Preis: 12,10 Euro

Der Autor A.W. Pink (1886-1952 England), der die Geburt der Pfingstbewegung hautnah miterlebt hat, schreibt sein Buch, meist ohne auf die Fehlentwicklungen seiner Zeit einzugehen. Sein Motto: Eine Irrlehre wird am effektivsten durch intensives Studium der Bibel bekämpft. Die ersten neuen Kapitel legen die Grundlagen um das Wirken des Geistes recht zu verstehen. Beieindruck hat mich das Kapitel über den Heilgen Geist in alttestamentlicher Zeit Kontinuität zum Neuen Testament.

Kapitel 9-32 behandelt ausführlich das Wer des Heiligen Geistes. Ausführlich wird das Werk des Heiligen Geistes bei der Wiedergeburt beschrieben. Selten habe ich eine so klare Darstellung der Errettung der Erwählten gelesen. Was B. Peters auf fünf Seiten schreibt behandelt A.W. Pink auf ca. 40 Seiten. Ich bin nicht mit allen Ausführungen und Erklärungen 100% einverstanden (besonders das letzte Kapitel: Den Geist ehren). Dennoch möchte ich das Buch empfehlen, weil es ein gründliches Studium der dritten Person der Dreieinigkeit fördert.

Sehr hilfreich sind bei beiden Werken das Bibelstellenregister am Ende des Buches.

Ich wünsche gesegnete Pfingsttage mit intensivem Studium des Buches aller Bücher – der Bibel!