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Christliche Medien: Von der Nische zum Mainstream

Nach der langen Sommerpause melde ich mich wieder :) . Vor einige Monaten las ich einen interessanten und aufschlussreichen Text über Christen und Medien. Anscheinend hat sich im Umgang der Evangelikalen mit nichtchristlichen Medien etwas geändert. So zumindest die „Süddeutsche Zeitung“. Man beachte vor allem den letzten Absatz.

Christliche Medien: Von der Nische zum Mainstream

Christen in den USA haben ihre eigene Medien-Nische. Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet über Evangelikale, die Magazine, Zeitungen und TV-Sendungen produzieren. Mittlerweile haben auch die Mainstream-Medien Gläubige als Werbegruppe erkannt – und werden zur Konkurrenz für christliche Produzenten.


CBN berichtet über Themen, die Christen interessieren – und ist damit erfolgreich.
Foto: CBN

Das mediale Angebot für Christen in den USA ist riesig – und erfolgreich. Die SZ nennt etwa das Filmportal “Pluggedinonline” mit mehr als 800.000 Besuchern im Monat oder den TV-Sender CBN, der rund eine Million Haushalte erreicht. Zudem gebe es weit mehr als 2.000 religiöse Radiostationen in den USA und weitere fünf nationale Fernsehsender. Zielgruppe dieser Medienmacher sind hauptsächlich Evangelikale – laut SZ 40 Prozent der Amerikaner: “Sie sind eigentlich keine geschlossene Gruppe, theologisch wie politisch gibt es unter ihnen Konservative und Liberale. Aber viele von ihnen leben in einer geschlossenen Welt, die sich erst jetzt langsam öffnet. Diese christliche Gegenkultur soll die Übel einer Gesellschaft fernhalten, die Gott vergessen hat. Sie soll schützen vor dem Kontakt mit Pornographie, Homosexualität und Evolutionslehre.”

Die Macht Evangelikaler bröckelt

Heute habe jede größere Kirche ein Mitgliedermagazin, eine Fernsehshow und eine Webseite. Der Einfluss der Evangelikalen zeige sich etwa im Erfolg des “blutrünstigen” Mel Gibson Films “Die Passion Christi”. Dass der Streifen zum Blockbuster wurde, schreibt die SZ vor allem christlicher Berichterstattung zu. Dennoch stellt sie fest: Die Macht der evangelikaler Medien bröckelt. Zum einen leide auch die christliche Branche unter der Medienkrise. Vor allem Printprodukte mussten ihre Produktion im vergangenen Jahr einstellen, darunter etwa das Magazin “Christ, Community, Music” (CCM) oder “Today’s Christian Woman”. Zum anderen habe der säkulare Markt die Evangelikalen als Zielgruppe entdeckt. “Die großen Networks produzieren Serien mit spirituellem Schimmer, und Rupert Murdochs krawalliger Sender Fox News beschäftigt den Schuldnerberater Dave Ramsey, der Jesus als ‘größten Finanzexperten aller Zeiten’ preist”, schreibt die SZ.

Dass solche Sendungen aber überhaupt erfolgreich sein können, weise auf eine Veränderung unter den Evangelikalen hin: Sie würden liberaler. “Neue Evangelikale” nennt die SZ diese Gruppe und schreibt: “Ihre Angehörigen sind liberaler, sie kämpfen nicht mehr militant gegen Abtreibung, sondern für Umweltschutz. Vor allem aber sind sie: selbstsicher in ihrem Glauben. Sie müssen nicht mehr beschützt werden vor der Verkommenheit der Welt. Sie filtern ihre Informationen selbst, sie sind auf gottgefällige Medien nicht mehr angewiesen.” (pro)

Quelle: pro-medienmagazin.de

Wenn Gott dich berufen hat

Wenn Gott dich berufen hat, wirklich so zu sein wie Jesus, dann wird er von dir einen solchen Gehorsam verlangen, dass du nicht in der Lage sein wirst, dich mit anderen Christen zu vergleichen. Oft wird es den Anschein haben, dass er anderen Menschen erlaubt, Dinge zu tun, die er dich niemals tun lässt.

Es kann sein, dass andere Christen, die einen sehr religiösen Eindruck machen, auf eigene Faust vorankommen, zielstrebig ihre Pläne ausführen, aber du kannst es nicht. Und wenn du es versuchst, dann wir st du so versagen und der Herr wird dich so zurechtweisen, dass du dich schrecklich schuldig fühlen wirst.

Es kann sein, dass andere auf sich selbst stolz sind, auf ihre Arbeit, auf ihren Erfolg. aber der Heilige Geist wird dir so etwas nicht erlauben. Und wenn du es doch tust, dann wird er dich so tief beschämen, dass du dich und alle deine guten Taten verachtest.

Es kann sein, dass es anderen erlaubt ist viel Geld zu verdienen. Aber es ist wahrscheinlich, dass Gott möchte, dass du arm bleibst, weil er dir etwas schenken möchte, das viel besser ist als Gold, nämlich eine hilflose Abhängigkeit von IHM. Er möchte alle deine Bedürfnisse Tag für Tag mit den Reichtümern aus seiner Schatzkammer stillen.

Es kann sein, dass der Herr es zulässt, dass andere gelobt und geehrt werden, im Vordergrund stehen und du ganz unscheinbar im Dunkeln versteckt bist, weil er möchte, dass du seiner Ehre jene christliche Frucht bringst, die nur im Schatten wachsen kann.

Wes kann sein, dass Gott andere groß herausbringt, dich aber ganz klein hält. Er mach es anderen erlauben etwas für ihn zu tun und das Lob dafür selber einzustecken, aber er wird dich arbeiten lassen ohne dass du weißt wie viel du erreicht hast und – um deine Arbeit noch wertvoller zu machen – wird er es jemand anderem erlauben, den Lohn für deinen Dienst zu bekommen. Dadurch wird deine Belohnung noch zehn Mal größer sein, wenn Jesus wiederkommt.

Der Heilige Geist wird dich genau beobachten. Mit eifersüchtiger Liebe wird er über die wachen und er wird dich schon für kleine Worte oder Gefühle ermahnen oder dafür, dass du Zeit verschwendest. Alles Dinge, worüber sich andere Christen scheinbar nie Gedanken machen. Sei dir darüber im Klaren, dass Gott ein uneingeschränkter Herrscher ist und dass er das Recht hat mit seinem Eigentum zu tun, wie es ihm gefällt.

Es kann sein, dass du viele Fragen hast.

Warum Gott gerade mit dir auf die eine oder andere Weise umgeht und es kann sein, dass du die Antwort darauf niemals erfährst. Aber wenn du dich völlig hingibst als sein Sklave, dann wird er dich mit seiner Liebe umhüllen, wir dir viele gute Dinge schenken, die nur denen zu Teil werden, die ihm ganz nahe sind.

Sei dir darüber im Klaren, du musst mit Jesus ganze Sache machen. Du musst ihm das Privileg einräumen, deine Zunge zu bändigen, seine Hände zu binden, deine Augen zu verschließen – auch, wenn es den Anschein hat, dass er es nur bei dir so macht.

Erst dann, wenn du von dem lebendigen Gott so eingenommen bist, dass du in der Tiefe deines Herzens wirklich zufrieden bist…

…erst dann hast du den Vorhof des Himmels gefunden!

Keiner von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst… Und sei es nun, dass wir leben, sei es auch, dass wir sterben, wir sind des Herrn. Römer 14,7-8

Autor unbekannt

Hindernisse der Jüngerschaft

Jeder, der beginnt Christus nachzufolgen, kann sicher sein, dass sich verschiedene Fluchtwege vor ihm auftun werden. Dies wird eindrücklich dargestellt in dem Bericht der drei, die Jesu Jünger hätten sein können, die aber anderen Stimmen den Vorrang gegenüber der Stimme Christi einräumten:

»Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: ›Ich will dir folgen, wo du hingehst.‹ Und Jesus sprach zu ihm: ›Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege.‹

Wir wollen ihn »Herrn Schnell« nennen. Er bot sich begeistert an, dem Herrn überallhin zu folgen. Die Antwort des Heilandes scheint auf den ersten Blick in gar keinem Zusammenhang mit dem bereitwilligen Angebot des Herrn Schnell zu stehen. Es war so, als ob er sagte: »Du erklärst, dass du willens bist, mir überallhin zu folgen, aber bist du auch gewillt, ohne jede Bequemlichkeit auszukommen? Bist du bereit, die Sicherheit eines Heimes zu opfern, um mir zu folgen? Bist du bereit, die normalen Bequemlich keiten des Lebens aufzugeben, um mir treu ergeben zu dienen?« Leider war seine Liebe zur irdischen Bequemlichkeit größer als seine Hingabe an Christus!

Und er sprach zu einem anderen: ›Folge mir nach.‹ Der aber sprach: ›Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.‹ Aber Jesus sprach zu ihm: ›Lass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.‹

Den zweiten Mann wollen wir »Herr Langsam« nennen, denn er wollte noch etwas erledigen, bevor er dem Herrn folgen würde. Es war nicht so, dass er völlig uninteressiert am Herrn gewesen wäre. Es war da nur etwas, was er gern vorher noch tun wollte. Das jedoch war seine Sünde. Wir können seine Worte auch wie folgt abwandeln: »Es gibt bestimmte Dinge, die ein geistlich Toter genauso wie ein Gläubiger tun kann. Sieh zu, dass du dein Leben nicht mit Sachen zubringst, die ein unbekehrter Mensch genauso gut tun könnte.« Gottes Wille ist, dass ein Mann für seine Bedürfnisse und für die seiner Familie arbeiten soll. Aber die Ausübung einer Beschäftigung soll nur dazu dienen, für die laufenden Bedürfnisse zu sorgen, während die Hauptberufung eines Christen ist, das Reich Gottes zu predigen.

Und ein anderer sprach: ›Herr, ich will dir nachfolgen, aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in mei nem Hause sind.‹ Jesus aber sprach zu ihm: ›Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes‹ « (Lk 9,57-62).

Der dritte Mann soll »Herr Einfach« genannt werden, weil er es sich zu einfach macht. Er stellt die Liebe zu seiner Familie an den ersten Platz in seinem Leben, und nicht den Herrn. Worin hat dieser Mann versagt? Es war dies: Die innige Verbindung zu seiner Familie war ihm wichtiger als der Herr Jesus. Mit anderen Worten: »Meine wirklichen Jünger sind nicht aus solch einem egoistischen, weichlichen Stoff gemacht wie du. Ich brauche Menschen, die bereit sind, auf häusliche Bindungen zu verzichten; solche, die nicht von sentimentalen Angehörigen abgelenkt werden; solche, die mich über alles in ihrem Leben stellen.« Vielleicht

war es eine weinende Mutter, die schluchzte: »Du wirst das Herz deiner Mutter brechen, wenn du aufs Missionsfeld gehst!« Wir wissen es nicht.

Dieses sind also drei der Haupthindernisse für die Jüngerschaft, dargestellt anhand von drei Männern, die nicht gewillt waren, den ganzen Weg mit dem Herrn zu gehen.

Herr Schnell – er war zu schnell, ohne die Kosten zu überschlagen, voll Selbstvertrauen. Aber er war nicht in der Lage, auf Bequemlichkeiten zu verzichten.

Herr Langsam – er war zu langsam, weil er gebremst wardurch eine Beschäftigung oder den Beruf. Diese Dinge waren ihm wichtiger als der Herr.

Herr Einfach – macht es sich zu einfach, indem er seiner Familie den ersten Platz gibt vor dem Herrn Jesus.

Der Herr Jesus ruft auch heute noch – wie er schon immer gerufen hat – Männer und Frauen, die ihm tapfer und hingegeben folgen wollen.

Wahre Jüngerschaft, William MacDonald, CLV, Seiten 24 – 29, gekürzt

Wolfgang Kühne – ein ehemaliger “Zeuge Jehovas” Teil 2

Für unsere gemeindeinterne Jugendzeitschrift führten wir ein Gespräch mit Wolfgang Kühne. Wolfgang Kühne war früher ein Anhänger der “Zeugen Jehovas”. Ein Gespräch in zwei Teilen.

Wer sind die 144.000 der Zeugen Jehovas?

Dieses Wort der 144.000 stammt aus Offenbarung 7,4. „Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren aus allen Stämmen Israels.“

Die 144.000 sind nicht Menschen aus allen Nationen – Amerikaner, Russen, Franzosen, wie es die Lehre der Zeugen Jehovas sagt. Sie bejahen zwar die 144.000, aber die Aussage über Israel verneinen sie. So machen sie einen Teil des Textes ungültig und den anderen gültig.

Weiterhin sagen sie, dass zu diesen 144.000 alle Urchristen und alle Christen aus dem Mittelalter gehören, die auch in den Himmel kommen. In der heutigen Zeit gäbe es nur einen Überrest, also nur ganz wenige, die dazu zählen. Das wären auf der ganzen Erde 9000, die auch gleichzeitig das Abendmahl nehmen dürften.

Aber die Bibel sagt: „Trinkt daraus, ihr alle!“ (Mt. 26,27) Hier wird nirgendwo davon gesprochen, dass dies nur die 144.000 betrifft. Eine Frage, die man Zeugen Jehovas stellen kann, wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt, könnte so lauten: „Eine eurer Grundlehren ist doch, dass nur ein Überrest von 9000 vom Abendmahl nehmen darf bzw. die 144.000. Wo steht das? Solch eine wichtige Lehre, dass die anderen davon nicht nehmen dürften, muss doch in der Bibel stehen!“ Diese Frage können sie meist nicht beantworten.

Wer sagt, wer zu diesen 144.000 gehört?

Die Zeugen Jehovas sagen, der Geist würde es diesen offenbar machen oder derjenige selbst würde das Gefühl haben, er gehört in den Himmel und damit zu Jesus Christus und dürfe einmal im Jahr vom Abendmahl nehmen.

Was bewegte Sie dazu, Ihren Glauben zu hinterfragen?

Besonders durch die Zeitschrift „Mitternachtsruf“ wurde mir mehr und mehr klar, dass Gott am Ende der Tage wieder mit seinem Volk Israel handeln wird. Dies wird von den Zeugen abgelehnt. Nach ihren Aussagen sind sie selbst das neue Israel Gottes. Aber wieso schreibt dann Apostel Paulus in Römer 11,1: „Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne!“?

Hier wird ganz deutlich: Israel ist nicht verworfen! Ich merkte, dass das Thema der Gunst Gottes gegenüber seinem Volk sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel zieht.

Dann kam die Frage auf, ob alle am Abendmahl teilnehmen dürfen, oder ob nur die sogenannten Gesalbten einmal im Jahr vom Brot und Wein nehmen dürfen, wie es bei den Zeugen Jehovas üblich ist. Ich erkannte aus der Heiligen Schrift, dass die Teilnahme am Abendmahl für einen Christen eine Notwendigkeit ist.

Denn Jesus Christus selbst sagt in Matthäus 26,26-29, dass alle aus dem Kelch trinken sollten: „…Trinkt daraus ihr alle!…“ Wenn wir das nicht tun würden, dann würden wir nicht zeigen, dass wir zu Ihm gehörten. So wurde mit der Zeit auch in mir der Wunsch immer stärker, zu Jesus Christus zu kommen und bei Ihm zu sein.

Deshalb nahm ich eines Tages trotz allgemeiner Verwunderung auch vom Abendmahl. Dann wird man automatisch zu den 144.000 gezählt. Dieses Nehmen vom Brot und vom Wein war sozusagen meine Wiedergeburt, weil von da an der Herr Jesus Christus meine geistlichen Augen noch mehr geöffnet hat. So als hätte er mir persönlich gesagt: „Du willst zu mir gehören. Jetzt will ich dir auch zeigen, was wirklich in der Bibel steht.“ Und dann habe ich Stück für Stück immer mehr verstanden.

Ich lernte, dass Christus der Mittelpunkt meines Lebens sein muss und rückte Ihn in meinen Aufgaben und Ansprachen in den Vordergrund. Darauf sagte eine Schwester einmal: „Jesus ist nur Jesus, mehr nicht.“

Das bringt die Einstellung vieler Zeugen Jehovas auf den Punkt. Ich erwiderte, dass Jesus schon der Mittelpunkt sein müsse, denn von Ihm würde ja in der Schrift gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“

Zeugen Jehovas sagen, dass man Jesus Christus nicht ansprechen dürfe. Aber da frage ich mich, wieso Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquicken.“ (Mt. 11,28)

Sie verehren Jesus nicht so wie wir Ihn verehren. Sie verehren nur Gott. Der Schlüsseltext dieser Thematik ist Johannes 5,23: „…damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.“ Das bedeutet im Umkehrschluss: so wie der Vater geehrt wird, muss auch der Sohn geehrt werden.

Welche Hinweise und Argumentationshilfen können Sie uns für ein Gespräch mit Jehovas Zeugen geben?

Die Bibel nennt keine Daten für das Ende. Zeugen Jehovas haben das aber schon oft getan. 1874, 1914, 1915, 1918, 1925 und auch 1975 ist nichts passiert, so wie sie es gesagt haben. Dann folgte eine neue Festlegung, dass im 20. Jahrhundert alles vorbei sei. Aber das 20. Jahrhundert ist vorbei!

Die Bibel sagt in 5. Mose 18,22: „Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN und tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat. Der Prophet hat’s aus Vermessenheit geredet…

Zeugen Jehovas haben auch eine andere Auferstehungslehre. 1. Thessalonicher 4,14-16 sehen sie nicht so wie wir Christen. Die Entrückung kennen sie nicht. Sie sagen, das gilt für die 144.000. Diejenigen von ihnen, die bis zum Jahre 1914 gestorben sind, seinen bereits auferstanden. Dabei steht in dem zuvor genannten Text, dass die Toten den Lebenden nicht zuvor kommen. „…wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.

Ein weiterer Text, der völlig falsch ausgelegt wird steht in Matthäus 24,45-47. Das ist der Text, auf den sich Zeugen Jehovas beziehen, wenn sie von den 10 Personen der leitenden Körperschaft bzw. von dem treuen Sklaven sprechen.

Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.“

Die Bibel spricht hier nicht von einer Klasse von Menschen, sondern von Einzelpersonen. Deshalb kann jeder ein treuer Sklave Christi sein und dem Auftrag folgen, „Menschen aus allen Nationen zu Jüngern zu machen“ (nach Mt 28,19). Der Text erwähnt nicht eine leitende Körperschaft. Diesen Begriff kennt die Bibel gar nicht.

Ein Text, den die Zeugen Jehovas andauernd gebrauchen, um ihre Veränderungen in der Lehre zu rechtfertigen, finden wir in Sprüche 4,18. „Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ Das Licht wird nicht erst heller, dann dunkler und wieder heller, wie es laut der Zeugen Jehovas passiert. Damit begründen sie, dass auch ihre Erkenntnis erhellt und deshalb immer wieder korrigiert werden muss. Das ist das große Problem der Zeugen Jehovas, dass sie ständig ihre Lehren ändern, so dass es besonders für junge Zeugen Jehovas schwierig ist, zu wissen, was man vor 20 oder 25 Jahren gelehrt hat.

Aber Gott verändert seine Lehren niemals!

Vielen Dank für das Gespräch.

Die beeindruckende und ermutigende Lebensgeschichte von Wolfgang Kühne erhaltet ihr auf zwei CDs unter www.mitternachtsruf.ch.
Gute Tipps für den Umgang mit Zeugen Jehovas stehen im Buch Wenn die Zeugen Jehovas an der Haustür klingeln.

Wolfgang Kühne – ein ehemaliger “Zeuge Jehovas” Teil 1

Für unsere gemeindeinterne Jugendzeitschrift führten wir ein Gespräch mit Wolgang Kühne. Wolfgang Kühne war früher ein Anhänger der “Zeugen Jehovas”. Ein Gespräch in zwei Teilen.

Herr Kühne, wie wurden Sie ein „Zeuge Jehovas“?

Ich war 17 Jahre alt und gehörte der evangelischen Kirche an. Eines Tages sah ich, dass sich im Garten unserer Nachbarn im Sommer eine Menge junger Leute versammelte. Auf einmal sah ich unter ihnen einen ehemaligen Schulkameraden. Da hab ich zu ihm gerufen: „Mensch Gerd, was machst du denn hier?“ So erzählte er mir begeistert, dass er zwischenzeitlich bei den Zeugen Jehovas die absolute Wahrheit gefunden habe.

Aber ich hielt ihm entgegen, die evangelische Kirche sei das Richtige. (Obwohl meine Eltern atheistisch geprägt waren, bin ich dennoch mit 8 Jahren alleine in die Kirche gegangen, weil ich damals schon an Jesus Christus geglaubt habe.) So bot Gerd mir an, mich zu besuchen, um mit mir über dieses Thema zu sprechen. Zur vereinbarten Zeit vertieften wir uns in eine, so wie ich damals glaubte, biblische Diskussion.

Die Zielstrebigkeit, mit der er immer wieder sowohl bei Schnee als auch bei Regen gekommen ist, um etwas bei mir zu erreichen und seine Hartnäckigkeit bewunderte ich sehr. Wenn die Zeugen Jehovas aber zu einem kommen, so ist es heute genauso wie damals – vor über 60 Jahren – dass sie mindestens nach dem zweiten Treffen vorschlagen, mit ihnen zusammen ein Buch zu studieren. Das Buch heißt „Was wirklich in der Bibel steht“, aber in Wirklichkeit steht das überhaupt nicht in der Bibel. Dieses Buch haben ihre Leute (Leitende Körperschaft) in Brooklyn/N.Y. aufgesetzt.

Am Anfang steigt man mit einfachen Fragen in ihre Lehre ein und wird im Laufe dieses „Studiums“ immer mehr zur Bewusstseinsveränderung hingesteuert, so dass man zum Schluss des Buches vor die Frage gestellt wird, ob man sich taufen lassen möchte – als Zeichen der Hingabe. Dann erst wird man ein Zeuge Jehovas. Das habe ich damals auch getan mit einem anderen Buch, das heißt „Dinge, in denen es unmöglich ist, dass Gott lügt“.

Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. Gerd hat zu den Texten Fragen gestellt und ich habe ihm daraus geantwortet und merkte, wie ich immer mehr das Gedankengut der Zeugen Jehovas in mir aufgenommen habe und es auch immer besser fand. Das ist einer der psychologischen Tricks, die die Zeugen Jehovas anwenden. Meine Eltern haben sich „mit Händen und Füßen“ gewehrt, dass ich mich mit den Jehovas Zeugen beschäftige und haben mich für eine längere Zeit nach Italien geschickt.

Aber Gerd hat mir einmal in der Woche einen Brief mit den Abschnitten aus dem Buch abgeschrieben, und ich musste ihm die Antworten zurück schreiben. Er nutzte alle Mittel, damit ich weiter machte. Der Widerstand meiner Eltern wurde immer rabiater, was bei mir zu einer Trotzreaktion führte – nach dem Motto: Jetzt erst recht!

Nach dem Studium des Buches ließ ich mich im Alter von 19 Jahren taufen. In der Taufansprache geht es nicht etwa um die Wiedergeburt als Bedingung für die Taufe, sondern lediglich darum, die Sonderlehren der Zeugen Jehovas zu akzeptieren und um die Anerkennung der leitenden Körperschaft, der man gehorsam sein muss.

Von nun an wurde ich systematisch in die Versammlungen der Sekte eingebunden und in die Gemeinschaft integriert. Ich wurde wie in einer Familie aufgenommen.

Woher stammt die Selbstbezeichnung „Zeugen Jehovas“?

Der Text, der als Begründung für den Namen „Zeugen Jehovas“ seit 1933 genannt wird, steht in Jesaja 43,10: „Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr wisst und mir glaubt und erkennt, dass ich’s bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein.

Aber, wenn wir Jesaja 43,1 lesen, stellen wir fest, wer der eigentliche Adressat ist: „Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Gott sagt selbst: „Israel, ihr seid meine ‚Zeugen’ der alten Zeit!“ Aber wir dürfen auch Zeugen sein! Das lesen wir in Apostelgeschichte 1,8: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein, zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Jesus selbst sagt: „Ihr sollt meine Zeugen sein!“ Also Jesu Christi Zeugen! Das ist der Auftrag von uns Christen!

Der Name Gottes ist in 2. Mose 3,15 überliefert. Aber die Aussprache «Jehova» ist eine künstliche Konstruktion. Wir wissen heute nicht, wie der Name des Ewigen ausgesprochen wurde.

Stimmt es, dass Zeugen Jehovas das Opfer Jesu am Kreuz zwar anerkennen, jedoch durch den Verdienst eigener Werke auf Rettung hoffen?

Die Zeugen Jehovas haben eine Lehre, nach der sie glauben, auf der Erde in einem Paradies zu leben. Dann wird ihnen ganz deutlich gesagt: „Ihr müsst euren Pflichten nachkommen; von Haus zu Haus gehen und darüber regelmäßig Berichte abliefern, damit ihr ins Paradies kommt.“ Sie werden darauf ständig geschult, jede Woche. Es gibt keine Lobpreis- und Gebetsversammlungen bei den Zeugen Jehovas.

Alles ist auf Schulung ausgerichtet. Deshalb haben sie auch diese Zielstrebigkeit und natürlich das Denken: „Ich will gerettet werden.“ Das ist nur durch diese Werkgerechtigkeit möglich, wie sie auch die katholische Kirche vertritt. Trotzdem müssen die Zeugen Jehovas aber auch an das Opfer Jesu Christi glauben, damit sie ewiges Leben auf der Erde haben können. Das ewige Leben im Himmel sei jedoch nur für die 144.000 Auserwählten vorgesehen.

Teil 2 folgt…

Die beeindruckende und ermutigende Lebensgeschichte von Wolfgang Kühne erhaltet ihr unter www.mitternachtsruf.ch.

"nimm und lies" im neuen Gewand

Ich bin jetzt erfolgreich zu einem anderen Provider gewechselt. Nach und nach werde ich die alten Artikel wieder verfügbar machen. Auch das Aussehen werde ich in den nächsten Tagen ändern. Und natürlich folgen dann auch recht schnell wieder Beiträge. Es lohnt sich also, immer wieder mal reinzuschauen.

Buch: Tom Barnado – Der Mann mit der Laterne

Der Mann mit der Laterne

Seitdem ich denken kann höre ich gerne Hörspiele. Es war immer etwas besonderes wenn wir zuhause eine neue Kassette hören konnten. Oft spielten wir als Geschwister Gesellschaftsspiele und hörten dabei spannende Kassetten.
An ein Hörspiel kann ich mich noch sehr gut erinnern. „Tom Barnado – Der Mann mit der Laterne“. Eine wahre Geschichte über ein Werkzeug Gottes, der sein Leben in den Dienst der Armen und Verstoßenen gestellt hat.
Vor einigen Monaten erblickte ich in meinem Bücherregal ein dickes, grünes Buch. Der Titel kam mir bekannt vor und ich begann zu lesen.


Thema und Inhalt

Das Buch beschreibt das Leben des „Vaters der Niemandskinder“ – Tom Barnado. So wird er von den Zeitgenossen Barnados benannt. Zu seiner Zeit herrscht eine extreme soziale Ungerechtigkeit und moralische Scheinheiligkeit in England und vor allem in London. Kinder werden unter schlimmsten Bedingungen in Fabriken ausgebeutet. Tausende von ihnen leben auf der Straße ohne Familie und Heimat. Das Leben der Unterschicht ist geprägt von Unmoral und Gesetzlosigkeit. Aber die meisten Menschen verschließen die Augen und kümmern sich nicht um die verlorenen Generationen.
1845 wird Tom Barnado geboren und bekehrt sich erst über Umwege zu Gott. Eines Tages begegnet er Jim. Einem der unzähligen Straßenjungen. Schnell stellt er die große Not fest und beginnt eine neue Heimat für die Kinder zu suchen. Das Werk beginnt klein und wächst sprunghaft an. Widerstand und Zustimmung der Bevölkerung wechseln sich ab. Am Ende seines Lebens hat er tausenden Kindern ein menschliches Leben möglich gemacht. Zu seinem Begräbnis kommen Zehntausende um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Form und Sprache

Ronner versteht es Fakten so aufzubereiten dass daraus ein flüssiger Text wird. Die Biografie ist wie eine Erzählung geschrieben und ist doch keine Dichtung.

Autor

Über Ernst Emil Ronner sind im Internet nicht viele Informationen zu finden. Er hat noch einige andere Bücher geschrieben die aktuell jedoch nur antiquarisch erhältlich sind. Hier einige Titel: Das Paradies am Bluetenfluss, Marie Durand – Das Leben einer Hugenottin, Friedemann Bach… Da die Bücher teilweise von 1933 sind, muss man davon ausgehen dass er nicht mehr lebt.

Wertung

Es hat mir große Freude gemacht dieses Buch zu lesen. Das Leben Tom Barnados motiviert zur Hingabe und Liebe zu den Unerreichten. Barnado war einer von denen, die die unglaublich große Not unter den Armen in London und England erkannten und dagegen vorgingen. Und vielleicht kann es für uns auch eine Hilfe sein, Gottes Aufgabe für uns zu erkennen.

Daten

Titel: Der Mann mit der Laterne
Autor: Emil Ernst Ronner
Seiten: 512
Einband: Hardcover
Format: 21 cm x 14 cm
Verlag: Evangelische Buchgemeinde Stuttgart
Jahr: 1955 (?)
Preis: diverse Euro

„Hier stehe ich. Gott helfe mir. Ich kann nicht anders“.

Aus meiner Recherche ueber das Leben Martin Luthers hier einige Worte des Reformators aus verschiedenen Quellen (Buecher/Webseiten):

When God wants to speak and deal with us, he does not avail himself of an angel but of parents, or the pastor, or of our neighbor.

Wenn Gott mit uns reden und handeln will, zeigt Er sich nicht als Engel sondern er spricht zu uns durch Eltern, Pastoren oder unseren Naechsten.

——

No man understands the Scriptures, unless he be acquainted with the cross.

Kein Mensch versteht die Schrift, es sei denn, er wird bekannt mit dem Kreuz.

——

Martin Luther was often very graphic in his description of the activities of the Devil. Asked one time how he overcame the Devil, he replied, “Well, when he comes knocking upon the door of my heart, and asks “Who lives here?” the dear Lord Jesus goes to the door and says, “Martin Luther used to live here but he has moved out. Now I live here.”

Martin Luther war oft sehr bildlich in seiner Beschreibung der Arbeit des Teufels. Als er einmal gefragt wurde, wie er dem Teufel widerstehen wuerde, antwortete er, “Mhh, wenn er an die Tuer meines Herzens klopft und fragt, ‘Wer lebt hier?’ geht der der teure Herr Jesus zur Tuer und antwortet: ‘Hier hat frueher Martin Luther gelebt aber er ist ausgezogen. Nun lebe Ich hier.’”

——

God creates out of nothing. Therefore, until a man is nothing God can make nothing out of him.

Gott erschafft aus dem Nichts. Daher kann Gott, bis der Mensch nichts ist, nicht Sein Werk mit ihm anfangen.

——

Jesus became the greatest liar, perjurer, thief, adulterer and murderer that mankind has ever known – not because he committed these sins but because he was actually made sin for us.

Jesus war der groesste Luegner, Eidbrecher, Dieb, Ehebrecher und Moerder den die Menschheit je gekannt hat – nicht weil Er suendigte, sondern weil Er fuer uns zur Suende gemacht wurde.

——

To have more, desire less.

Um mehr zu haben, begehre weniger! Leben ist mehr!

——

The devil seduces us at first by all the allurements of sin in order thereafter to plunge us into despair. He pampers up the flesh that he may by and by prostrate the spirit.

Der Teufel verfuehrt uns erst mit dem Reiz der Suende, um uns darauf hin in Verzweiflung zu stuerzen. Er verwoehnt das Fleisch, so dass der Geist mit der Zeit zu Fall kommt.

So wie der Meister (Randy Jaeggly)

Im Oktober ’09 hat Eduard (Blog-Gruender) mir (Eduard Klassen – Leser des Blogs) die Erlaubnis gegeben, auch zu bloggen.

“Wir leben in einer Kultur, die Toleranz zur hoechsten Tugend erhoben hat [...] Glaube ist subjektiv geworden, dass nur wenige Menschen heute den Mut haben, Christus als den einzigen Weg, die Wahrheit, und das Leben zu bekennen. ” So faengt das englisch-sprachige Buch “More Like the Master” von Randy Jaeggly an. Hier ein paar Auszuege:

Als Glaeubige muessen wir uns von allen humanistischen Sichtweisen ueber Gott distanzieren. Diese fehlerhaften Ideen ueber Gott sind um uns herum, sie duerfen aber nicht in unseren Herzen sein. Wir muessen Sein Wesen kennenlernen. Wir muessen unseren Herrn auf der Basis biblischer Erkenntnis lieben, sonst werden wir beginnen, unser Christenleben den verschiedene Weltanschauungen anzupassen.Wir koennen unseren Gott nicht lieben und vertrauen, wenn wir Ihn nicht kennen. Wenn wir nicht vorsichtig sind, wird unse Liebe zu Christus nicht auf dem Fundament der Erkenntnis gruenden.Der Satan ist nicht gegen Religioesitaetund Diskussionen ueber Gott. Die Welt wird un216093.jpgserer “geistliche” Einstellung applaudieren solange wir nicht biblisch geistlich sind. Wir muessen uns immer wieder erinnnern, was das Ebenbild Gottes in Realitaet ist, so wie ein junger Mann -getrennt von seiner Geliebten- taeglich lange mit hingerissener Aufmerksamkeit ihr einziges Bild betrachten wird. Die Bibel ist das einzige Bild des einen wahren Gottes.

Viele Christen finden in Roemer 8,28.29 Trost: “Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,[...] daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.” Die Phrase “gleich sein”ist aus dem griechischen Adjektive summorphos uebersetzt und erscheint nur noch ein einziges mal in Phil. 3,20.21 “Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des HERRN 21 welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, mit der er kann auch alle Dinge sich untertänig machen.”

Die meisten Familien haben einige Familienfotos an den Waenden ihrer Heime. Wuerde ein Fremder sich die Bilder anschauen, koennte er moeglicherweise das Familienmitglied erkennen, obwohl er es das erste mal gesehen hat. Das Bild ist nicht die tatsaechliche Person sonder nur ein Abbild das genug Aehnlichkeit mit der Person hat, dass die wahre Person angemessen representiert wird. Wenn wir dem Ebenbild Christi gleich werden, reflektiert unser Charakter unseren Heiland. Errettung ist deutlich mehr als Flucht vor der ewigen Strafe. Im weitesten Sinn ist sie Gottes Wirken gegen die Auswirkungen des Falls der Menschheit. Gottes Ziel in der Schoepfung ist, Menschen zu Seinem Ebenbild zu machen (1. Mose 1:26).

Titel: More Like the Master
Autor: Randy Jaeggli
Seiten: 281
Format: 21 cm x 14 cm
Verlag: Amassador International
Jahr: 2004
Preis: 25 Euro

Genau 24 Stunden pro Tag

Fast alle denken es, viele sagen es: „Ich habe keine Zeit.“
Dass diese Aussage so allein stehend nicht ganz korrekt ist, leuchtet schnell ein. Denn jeder verfügt über 24 Stunden am Tag. Ob es der Metzger um die Ecke ist, die Bundeskanzlerin oder ich selbst es bin. Streng genommen ist es eine Lüge. Aber wie kommt es dazu, dass wir mit unserer Zeit nicht mehr zurecht kommen? Was machen wir falsch? Dabei sollten wir unseren ersten Blick Jesus zuwenden. Wie ging Jesus mit seiner Zeit um? Viele Menschen bedrängten ihn. Das Volk lief ihm hinterher. Einige suchten Heilung von irdischen Leiden, andere den Weg zu Gott, noch andere einen Grund zur Anklage und Verhaftung. Jesus hatte viel zu tun und hätte noch viel mehr tun können. Jesus hätte sich 24 Stunden am Tag um das Volk kümmern können. Aber er tat es nicht. Hatte er zu wenig getan?

Das Buch „Lügen, die wir Frauen glauben“ von Nancy Leigh DeMoss gab mir den entscheidenden Gedanken der sich bei mir seitdem festgesetzt hat. Jesus selbst spricht diesen aus: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll.“ (Johannes 17,4) Durch das Gespräch mit seinem Vater im Gebet wusste Jesus, was der Wille Gottes für sein irdisches Leben war. Er tat nur das, was Gottes Wille für ihn war. Nicht mehr und nicht weniger.
Für mich war diese Erkenntnis mehr wert als die vielen Bücher die ich über Zeitmanagement gelesen habe. Natürlich möchte Gott, dass wir auch unseren Verstand gebrauchen.
Ich möchte vier Punkte nennen, die bestimmt nicht vollständig sind, aber doch eine gute Hilfe bieten, um mit der Zeit besser aus zukommen.

    Gebet um Führung – Ich möchte meine Zeit nicht mit Dingen füllen, die Gott von mir gar nicht möchte. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was Gottes Plan für mich ist.
    Prioritäten setzen – Was ist das wirklich Wichtige in meinem Leben allgemein, in meiner täglichen Arbeit? Immer das Wichtige vor dem Dringenden.
    Auswahl treffen – Muss ich wirklich 15 verschiedene Newsletter und 10 christliche Zeitschriften beziehen? Muss ich jedes angefangene, aber wenig nütze Buch, zu Ende lesen?
    Aufgaben verteilen – Es kann eine Art von Egoismus sein alles machen zu wollen. Besser ist es Aufgaben an andere, vielleicht jüngere Mitarbeiter zu übertragen. Das entlastet mich und hilft anderen ihre Aufgaben zu entdecken.